Fotografieren mit Filtern – Lohnt sich der Einsatz von Filter?

Fotografieren mit Filtern – Lohnt sich der Einsatz von Filter?
18 Sep 2020

Ich liebe es durch die Natur zu wandern und Landschaften zu fotografieren. Immer wieder bin ich begeistert, wenn ein Bild auf dem Foto genauso schön aussieht wie in echt. Leider ist das nicht selbstverständlich. Das menschliche Auge ist deutlich besser als der beste Kamerasensor. Oft sehen die Bilder auf dem Foto nicht so brillant aus. Der Himmel ist ausgebrannt oder der Vordergrund unterbelichtet.

Auf dem Markt gibt es Unmengen unterschiedlicher Filter, die versprechen die Bilder besser zu machen. Ob sich der Einsatz von Filtern meiner Meinung nach lohnt werde ich euch in diesem Artikel sagen.

Übersicht meiner Filter für die Fotografie

Übersicht Filter Fotografie

Ich besitze drei unterschiedliche Filter, die ich regelmäßig verwende:

  • Polarisationsfilter,
  • ND Filter und
  • Verlaufsfilter.

Beim Kauf eines Filters sollte man auf die Qualität achten. Auch wenn es nicht gleich die Profiqualität sein muss, macht es Sinn nicht die günstigsten Filter zu kaufen. Ich bin dabei im Mittleren Preissegment unterwegs und meine Filter sehen noch aus wie neu, obwohl ich die Filter oft verwende und das auch beim Wandern oder am Strand.

Fotografieren mit Filtern – Polfilter

Fotografieren mit Polfilter

Ein Polfilter (Werbe-Link) gehört zur Standardausrüstung eines jeden Landschaftsfotografen. Der Polfilter minimiert Reflexionen und Spiegelungen auf Wasseroberflächen, Glasschreiben oder Blättern und Blüten. Die Farben sind damit intensiver und gerade der Himmel leuchtet in einem intensiveren Blau. Ich finde den Effekt richtig gut und bin immer wieder erstaunt wie groß der Unterschied mit und ohne Polfilter ist. Was den Polfilter besonders nützlich macht ist, dass die Filterwirkung in der Bildnachbearbeitung sehr schwer oder gar nicht zu erzielen ist.

Fotografieren mit Filtern – ND Filter

Fotografieren mit ND Filter

Der ND Filter (Werbe-Link) ermöglicht lange Belichtungszeiten auch während des Tages. Der Filter auf der Kamera ermöglicht es z.B. Bachläufe oder Wasserfälle so zu fotografieren, dass das Wasser wie ein Schleier aussieht. Auch die Meeresoberfläche kann dadurch geglättet werden.

Hierfür gibt es unterschiedliche „Stärken“ der Abdunkelung. Will man verschiedene ND Stärken nutzen, kann man zu einem 3er Set ND Filter greifen. Darin sind drei Filter mit unterschiedlichen Stärken der Abdunkelung, die man auch noch kombinieren kann.

Fotografien mit variablem ND Filter

Will man nicht direkt mehrere Filter unterschiedlicher Stärke kaufen gibt es die Möglichkeit eines Variablen ND Filter. Hier kann die Stärke stufenlos eingestellt werden. Beim Variablen ND Filter sollte man bedenken, das die maximale Verdunkelung nicht so stark ist, wie bei den nicht verstellbaren ND Filtern.

Der Variable ND Filter ist meiner Meinung nach aber Besser als sein Ruf – wenn man auf eine vernünftige Qualität achtet. Er ist für das Fotografieren mit weit geöffneter Blende bei heller Umgebung perfekt geeignet. Auch beim Filmen ist der Variable ND Filter sehr beliebt. Ich habe seit ein paar Monaten einen Variablen ND Filter und bin mit der Qualität sehr zufrieden.

Ich nutze dieses Set aus Filterhalter und ND Filter (Werbe-Link).

Fotografieren mit Filtern – Verlaufsfilter

Fotografieren mit Verlaufsfilter

Der Verlaufsfilter (Werbe-Link) ist ein Filter um nur eine Hälfte des Bildes abzudunkeln. Typischerweise will man den Himmel abdunkeln. Ohne Verlaufsfilter ist bei vielen Bildern der Himmel zu hell oder der Vordergrund zu dunkel. Hier ist der Einsatz eines Verlaufsfilters genau richtig. In der Regel schraubt man die Filter nicht direkt aufs Objektiv. Die rechteckigen Filter werden in einen Filterhalter gesteckt. Der Filterhalter ist mit einem Adapter an den Filteranschluss am Objektiv geschraubt.

Eine Kombination aus ND und Polfilter

Fotografieren mit Filter

Eine Kombination aus Variablen ND Filter und Polfilter (Werbe-Link) gibt es z.B. von K&F Concept. Ich habe den Filter unter anderem auf unserer Elternzeitreise in Thailand dabei gehabt. Durch die Kombination der beiden Filtern in einem habe ich mir das Schleppen und auch das Handling eines Filters erspart. Ich bin mit der Qualität der Aufnahmen mit dem Kombinationsfilters durchaus zufrieden und kann ihn gerade für unterwegs empfehlen.

Vorteile beim Fotografieren mit Filtern

Vorteile Fotografieren mit Filter

Das Fotografieren mit Filtern entschleunigt die Fotografie deutlich. Man geht überlegter an die Aufnahmen ran, knipse nicht so viel und fotografiert mehr. Setzt man die Filter richtig ein, sehen die Bilder direkt besser aus. Die Nachbearbeitung reduziert sich deutlich oder entfällt sogar ganz. Mir macht es Spaß mit den Filtern zu experimentieren und zu schauen, welche Ergebnisse mir am besten gefallen.

Nachteile beim Fotografieren mit Filtern

Nachteile Fotografieren mit Filter

Das ganze Fotoequipment muss sauber gehalten werden. Gerade Outdoor kommt schnell Staub, Sand, Dreck oder auch Fingerabdrücke auf die Filter. Damit die Verschmutzung nicht zu stark wird, setze ich mich auf Reisen jeden Abend hin und reinige Objektive und Filter. Je mehr ich dabei habe, umso mehr darf ich Putzen. Da das Putzen auch mir nicht sonderlich viel Spaß macht, versuche ich möglichst sorgsam mit dem Equipment umzugehen und vor allem auch nichts Unnötiges mitzunehmen.

Außerdem muss das Handling des Fotoequipments gemeistert werden. Nicht nur Kamera und Objektive sind dabei, nein auch verschiedene Filter dürfen mit in die Kameratasche. Die Kameratasche wird voller und voller und die „Schrauberei“ beim Fotografieren nimmt immer weiter zu. Filter runter, andere Filter drauf. Objektivwechseln und Umschrauben der Filter und so weiter. Für Schnappschüsse oder zu Familienfeiern nehme ich die Filter meist gar nicht mit. Die Schrauberei ist mir einfach zu viel, um ein paar private Bilder zu machen.

Lohnt sich nun der Einsatz von Filtern?

Lohnt sich der Einsatz von Filtern in der Fotografie?

Von mir kommt auf diese Frage ein klares JEIN. Für mich gehören mittlerweile Filter zur Landschaftsfotografie mit dazu. Das beim Einsatz der Filter das Handling bzw. das Fotografieren aufwendiger wird sollte jedem klar sein. Wenn der Aufwand dem positiven Einfluss auf das Bild gerecht wird verwende ich Filter sehr gerne und es macht mir auch Spaß. Bei Shootings mit den Kindern oder einer Familienfeier lasse ich die Filter aber gerne zuhause, da der Stress des Umschraubens und Einrichtens für mich nicht gerechtfertigt ist, wenn man nur ein paar Schnappschüsse macht.

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WEBundWELT Redaktion

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